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Charite

Der Mann, der die Labor-Debatte zur Verschwörungstheorie erklärte, hatte 'Gain of function' im eigenen Förderantrag stehen

Christian Drosten koordinierte einen mit öffentlichen Mitteln geförderten Forschungsverbund, dessen eigener Antrag wörtlich von einem ‘Gain-of-function-Ansatz’ spricht. Im selben Frühjahr 2020 unterzeichnete er den Brief, der die Debatte über einen Laborursprung öffentlich zur ‘Verschwörungstheorie’ erklärte. Beides ist seit Jahren dokumentiert. Beides nebeneinander ergibt einen Interessenkonflikt, der in Deutschland bis heute nicht als solcher benannt wird. Eine präzise Einordnung — mit allen Einschränkungen, die dazugehören.

Das EU-Forschungsnetzwerk dahinter: CORDIS-Befunde zu Corman et al. 2020

Das PCR-Paper von Corman et al. (Euro Surveillance, Januar 2020) entstand innerhalb eines EU-Forschungsnetzwerks, das seit 2009 dokumentiert ist. Die CORDIS-Datenbank der EU zeigt: Erasmus MC Rotterdam ist in allen fünf relevanten EU-Projekten vertreten. Drostens Wechsel von Bonn zur Charité 2017 spiegelt sich direkt in der CORDIS-Projektliste. Acht der vierundzwanzig Koautoren kommen aus Erasmus MC, sechs aus der Charité.