Zum Hauptinhalt springen

Corona-Aufarbeitung

Aus der Kommission ins Präsidium: Stephan Kohns Beschwerde verschiebt den Fall Müller/Hoppermann auf die Ebene des Bundestags

Am 8. Mai 2026 legt der Sachverständige Stephan Kohn förmlich Beschwerde gegen den Verlauf der Enquete-Sitzung vom 23. April ein — nicht nur bei Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, sondern parallel beim Ältestenrat, bei den Mitgliedern der Enquete-Kommission und bei der Missbrauchsbeauftragten Kerstin Claus. Damit ist der Fall Müller/Hoppermann nicht mehr ein Sitzungsskandal, sondern eine prozedurale Frage an den gesamten Bundestag.

Herdenimmunität bis Juli: Uğur Şahin, BioNTech und das dokumentierte Prognose-Muster

Ein Muster besteht aus Wiederholungen. Dieses hier ist dokumentiert. Der Zeitstrahl # November 2020 — ZDF heute journal # Uğur Şahin im Interview zum BioNTech-Impfstoff: Der mRNA-Kandidat sei sicher, 50 Millionen Dosen sollen noch 2020 geliefert werden. Die entscheidenden Studiendaten stünden kurz bevor. 1

Der vergessene UN-Befund: Was Spiegel 2022 publizierte und die Enquete 2025 nicht in den Scope nahm

Vier Stationen, ein Datenpunkt, der zwischen ihnen ohne Anker bleibt. 26. August 2021 — Der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, schickt eine offizielle Communication mit dem Aktenzeichen AL DEU 6/2021 an die Bundesregierung. Anlass: zahlreiche Berichte und Videoaufnahmen unverhältnismäßiger Polizeigewalt gegen Demonstrierende auf Anti-Corona-Protesten in Berlin, insbesondere am 1. August 2021.1

Verstehen, nicht verurteilen — und den Zeugen fertigmachen: Die Methode Müller in der Corona-Enquete

Am 23. April 2026 tagt die Enquete-Kommission „Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse" in öffentlicher Sitzung. Thema des Blocks: Kritische Infrastrukturen (KRITIS) und die Rolle der Bundeswehr in Pandemielagen. Sachverständiger: Stephan Kohn, ehemaliger Oberregierungsrat im Bundesinnenministerium, Verfasser des 80-seitigen Auswerteberichts vom Mai 2020, der die damalige Corona-Politik als Fehlalarm bewertete und seither als Lehrstück gilt — je nachdem, wen man fragt, für behördliche Dissidenz oder für behördliche Disziplinierung.

Drosten vor der Enquete: Verteidigung unter Polizeischutz

··798 Wörter·4 min
Am 1. Dezember 2025 trat Christian Drosten als Sachverständiger vor die Enquete-Kommission “Aufarbeitung der COVID-19-Pandemie” des Deutschen Bundestages [1]. Der Auftritt fand unter Polizeischutz statt [2]. Drosten verteidigte die getroffenen Maßnahmen, räumte einzelne Fehler ein und ließ — laut Stellungnahme der AfD-Fraktion — zentrale Fragen unbeantwortet [3]. Es war einer der ersten Auftritte des Charité-Virologen vor einem parlamentarischen Untersuchungsgremium nach Ende der Pandemie-Phase und nach der vollständigen Veröffentlichung der RKI-Krisenstabsprotokolle.

Die Wurzel der Impffrage — Teil 7: Plötzlicher Kindstod — die Frage die nicht gestellt werden darf

··608 Wörter·3 min
Dieser Artikel ist für alle, die einen Säugling verloren haben — und nie eine Antwort bekommen haben. Plötzlicher Kindstod (SIDS) ist die häufigste Todesursache bei Säuglingen zwischen einem Monat und einem Jahr. Die Ursache ist per Definition unbekannt — “plötzlich” und “unerwartet” ist die medizinische Diagnose.

Die Wurzel der Impffrage — Teil 4: Die Haftungsfrage

··372 Wörter·2 min
Es gibt eine Frage, die selten gestellt wird, aber die gesamte Debatte in einem anderen Licht erscheinen lässt: Warum brauchen Impfstoffhersteller gesetzlichen Haftungsschutz, wenn ihr Produkt sicher ist? USA 1986: Das Ende der Hersteller-Haftung # 1986 verabschiedet der US-Kongress den National Childhood Vaccine Injury Act (NCVIA). Der Auslöser: Mehrere Impfstoffhersteller hatten den US-Markt verlassen, weil Schadensersatzklagen zu teuer wurden.