Erwacht? Oder einfach nur Telegram-süchtig?

Täglich dasselbe Theater:

„Ich bin wach!“ → teilt 47 WEF-Artikel pro Tag → schreibt unter jeden Post „Die schlafen noch!“ → sitzt in fünf Telegram-Gruppen, in denen exakt dasselbe gepostet wird

Aktion? Null. Gar nichts. Nicht mal ein Flyer vor Ort.

Was „erwacht“ in Wahrheit bedeutet (2025-Edition):

✔ Weiß, dass das WEF existiert ✔ Hat eine Meinung zu Klaus Schwab (meistens mit Bild vom Penispalast) ✔ Kennt die Begriffe „Great Reset“, „CBDC“, „15-Minuten-Stadt“ ✔ Teilt fleißig weiter

✖ Versteht globale Finanzinfrastruktur ✖ Baut eigene parallele Systeme ✖ Hat Skills, die in einem echten Konflikt zählen würden

Kurz: „Erwacht“ = Ich schaue jetzt andere YouTube-Kanäle als früher. Das war’s. Das ist die ganze „Revolution“.

Der echte Unterschied

Telegram-Erwachter: „Ich weiß jetzt Bescheid! Teilt das mal weiter!“

Echter Macher: „Ich weiß Bescheid. Wen muss ich wo anrufen, welches Geld muss wo umgeleitet werden, welche Technologie bauen wir selbst – und zwar gestern.“

Der eine konsumiert Empörung. Der andere verändert die Spielregeln.

Die falsche Gleichung, an die 99 % glauben

Wissen = Macht Teilen = Widerstand „Aufgewacht sein“ = Mission erfüllt

Die Realität

Skills = Macht Globale Koordination = Widerstand Aufgewacht sein = der allererste Schritt von tausend

Der ultimative Test

Nächstes Mal, wenn jemand sagt: „Ich bin wach!“ Frag einfach: „Nice. Was kannst du konkret und global beitragen – außer teilen und kommentieren?“

Antworten, die du zu 99 % bekommst:

„Äh… ich recherchiere gut.“ „Ich wecke andere auf!“ crickets Übersetzung: Ich kann nichts, was in einem echten Machtkampf zählt.

Warum das alles nicht reicht

Die Telegram-Blase ist ein perfekter geschlossener Kreislauf:

Jemand postet einen Artikel/Videolink 300 Leute: „WIR WISSEN ES SCHON LANGE!“ „Teilt das, damit die Schlafschafe endlich aufwachen!“ Repeat bis ans Lebensende Ergebnis nach fünf Jahren? Exakt nichts. Null globale Wirkung. Keine eigene Infrastruktur. Kein eigener Zahlungsanbieter. Keine eigenen Server. Nicht mal ein gemeinsamer Rechtsfonds.

Das ist kein Widerstand. Das ist kollektives Onanieren mit Empörungspornos.

Was echter Widerstand wirklich braucht

Nicht:

Leute, die „die Wahrheit kennen“ Leute, die stinksauer sind Leute, die 300 Kontakte in Telegram-Gruppen haben

Sondern:

Leute, die globale Lieferketten verstehen Leute, die eigene Zahlungssysteme bauen können Leute, die Rechtsstrukturen in zehn Ländern gleichzeitig aufziehen Leute, die andere solche Leute kennen und zusammenbringen

Alles andere ist Publikum. Wichtiges Publikum – aber Publikum.

Die 80er-Jahre waren härter, aber ehrlicher

Damals baute man noch Sachen:

eigene Plattenlabels eigene Versände eigene Netzwerke physische Treffen

Heute? Man drückt „Teilen“ und fühlt sich wie Che Guevara.

Die harte Wahrheit

Das System braucht keine Millionen „Erwachte“, die Artikel teilen. Das System fürchtet die 0,1 %, die tatsächlich können und global koordinieren.

Die Telegram-Crowd ist systemisch ungefährlich. Man lässt sie gerne wüten – sie verändert ja nichts.

Was du tun kannst, wenn’s dir ernst ist

Hör auf, Artikel zu teilen Frag dich brutal ehrlich: Was kann ich, das global skalierbar ist? Wenn die Antwort „nichts“ lautet → lerne genau das Vernetz dich mit Leuten, die schon können (nicht mit Leuten, die nur meckern) Bau oder finanziere etwas, das das System ersetzt – nicht nur kritisiert Kannst du das nicht? Dann bist du Publikum. Das ist völlig okay. Aber nenn es nicht „Widerstand“. Das ist intellektuell unehrlich.

Schlusswort

Wissen ist nicht Macht. Anwendbares Wissen in koordinierter Aktion ist Macht.

Wer nur teilt, postet und empört, bleibt Zuschauer – egal wie „wach“ er sich fühlt.

Die Welt wird nicht von Leuten verändert, die „Bescheid wissen“. Sondern von Leuten, die was tun. Global. Konkret. Ohne Applaus zu brauchen.

Also: Was kannst DU global beitragen?

Alles andere ist nur Unterhaltung für Menschen, die zu feige sind, wirklich anzufangen.