1933 stellte die Reichsregierung den Volksempfänger VE 301 vor. Kleines Gerät, günstiger Preis, Massenproduktion. Zweck: Ein Signal in jeden Haushalt. Kein anderes Gerät, keine andere Frequenz, keine andere Meinung.
2026 haben wir Hunderte Sender. Streaming, Podcasts, Social Media, ÖRR, Privatfernsehen. Technisch war noch nie so viel möglich.
Die Deutschen zahlen 18,36 Euro im Monat. Jeden Monat. Ob sie wollen oder nicht. Das ergibt 8,7 Milliarden Euro im Jahr. Dafür bekommen sie: Traumschiff. Pilcher. Rosamunde. Und eine Corona-Berichterstattung, die sich im Nachhinein als das herausstellt, was sie von Anfang an war — regierungsnah, einseitig und ohne jeden Widerspruch.
Wer hat Georg Restle gesehen? Zuletzt in Nairobi gesichtet.
Es gibt eine deutsche Fernsehlegende, die man kennen muss, um Georg Restle wirklich zu verstehen: Eduard Zimmermann. Dreißig Jahre lang saß Zimmermann beim ZDF hinter seinem Pult, blickte mit gerunzelter Stirn in die Kamera und fragte: “Haben Sie diesen Mann gesehen?” Er war Richter, Moralapostel und Hüter der öffentlichen Ordnung in einer Person — alles im Staatsfernsehen, alles mit Sendungsbewusstsein, alles ohne die leiseste Andeutung von Selbstzweifel.
Am 13. März 2026 wurde Norbert Himmler vom ZDF-Fernsehrat als Intendant wiedergewählt. Ohne Gegenkandidat. 48 von 53 Stimmen. Nordkoreanisch wäre übertrieben — aber demokratisch sieht anders aus.
In seiner Bewerbungsrede sprach Himmler von einer “wachsenden Zahl von Menschen, die nur noch das glauben, was in ihr Weltbild passt.” Er sprach vom “Feind”. Er will das ZDF als “relevanten Faktor für unsere Demokratie” positionieren.
Wenn Grundschulwissen zur Herausforderung wird # Man sollte meinen, dass Redaktionen, die mit über 8 Milliarden Euro jährlich finanziert werden, zumindest wissen, wie die Flaggen europäischer Nachbarländer aussehen. Man sollte falsch meinen.
Es gibt Momente, in denen sich Institutionen so gründlich selbst entlarven, dass man als Beobachter nur noch staunend dasitzen kann. Das ZDF hat uns gerade einen solchen Moment beschert – und zwar gleich doppelt.
Im ersten Teil dieser Serie haben wir gezeigt, was passiert ist: Ein Mitarbeiter deckt interne Missstände auf, und statt den Fake-Skandal aufzuarbeiten, jagt das ZDF den Überbringer der Nachricht. Personalrat Hubert Krech sammelt 600 Likes mit einer Tirade, in der er Journalismus als Verrat bezeichnet und kritische Medien als Kriegsgegner.