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Das Netzwerk hinter dem Deepfake-Gesetz: Von Soros über Campact zu HateAid ins Justizministerium

Am 19. März 2026 erschien im Spiegel eine Titelstory über Collien Fernandes und digitale Gewalt. Am selben Tag kündigte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) ein neues Gesetz an. Am selben Abend saßen Fernandes und Hubig gemeinsam bei Caren Miosga in der ARD.

Was wie eine spontane politische Reaktion auf einen erschütternden Fall aussah, war das Ergebnis einer Kette, die sich Monate zuvor in Gang gesetzt hatte — und deren Anfang nicht in Berlin liegt, sondern in New York.

Die Finanzierungskette
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Schritt 1: Open Society Foundations → Campact
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Die Open Society Foundations (OSF) des Milliardärs George Soros zahlten 2022 rund 300.000 Euro an die Demokratie-Stiftung Campact. Der Zweck steht auf der Grants-Seite der OSF: Unterstützung der Stiftung zur Stärkung von HateAid.

Campact selbst bestätigt die Zahlung: eine „einmalige Großspende über 300.000 Euro von der Open Society Foundation."

Schritt 2: Campact → HateAid
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Campact ist mit 33,32 Prozent Gesellschafter der HateAid gGmbH — einer Organisation, die Campact 2018 selbst mitgegründet hat. Das Oberlandesgericht Hamburg bestätigte diese Beteiligung im April 2026.

Schritt 3: HateAid → Steuergelder
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HateAid erhielt seit 2021 rund 2,2 Millionen Euro aus dem damals Grünen-geführten Bundesfamilienministerium. Das geht aus einer Anfrage der NachDenkSeiten hervor.

Schritt 4: HateAid → Gesetzentwurf → Justizministerium
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Am 6. Februar 2026 reichte HateAid einen 4-seitigen Gesetzentwurf beim Bundesjustizministerium ein. Ziel: „Nicht einvernehmliche sexualisierende Deepfakes strafbar machen." Dieser Vorgang ist im Lobbyregister des Deutschen Bundestags dokumentiert.

Am 19. März 2026 — sechs Wochen später — kündigte SPD-Justizministerin Stefanie Hubig im Spiegel genau dieses Gesetz an. Apollo News dokumentierte anhand des Lobbyregisters: HateAid lieferte die Vorlage.

Schritt 5: Hubig geht weiter als HateAid
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Der Gesetzentwurf der Ministerin geht über die HateAid-Forderung hinaus: Auch nicht-sexualisierte Deepfakes sollen strafbar werden. Kritiker sehen darin einen Angriff auf Satire, politische Memes und kritische Berichterstattung.

Die Inszenierung
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Die Berliner Zeitung berichtet: HateAid arbeitet systematisch mit Medien und Ministerien zusammen. Tichys Einblick spricht vom „Fernandes-HateAid-Hubig-Komplex".

Die Chronologie:

Datum Ereignis
06.02.2026 HateAid reicht Gesetzentwurf beim BMJ ein
19.03.2026 Spiegel-Titelstory über Fernandes
19.03.2026 Hubig kündigt Deepfake-Gesetz an
19.03.2026 ARD Caren Miosga: Fernandes + Hubig gemeinsam
21.03.2026 Demos in Berlin (13.000 Teilnehmer)
26.03.2026 Fernandes sagt Hamburg-Demo ab (Morddrohungen)
April 2026 Hubig will Gesetz einbringen

Dass der Gesetzentwurf bereits sechs Wochen vor der Spiegel-Story beim Ministerium lag, wirft eine einfache Frage auf: Wurde der Fall Fernandes benutzt, um einem bereits fertigen Gesetz den emotionalen Anlass zu liefern?

Die Deepfake-Frage
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Ein Detail, das in der medialen Berichterstattung unterging: Fernandes selbst sagte in einem NIUS-Interview, Ulmen habe keine KI-generierten Deepfakes verschickt — sondern Videos von Pornoseiten mit ähnlich aussehenden Darstellerinnen. Das Wort „Deepfake" wurde durch die mediale Berichterstattung gesetzt, nicht durch den Sachverhalt.

Die Anwälte von Christian Ulmen stellten öffentlich klar: Ulmen hat zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos hergestellt oder verbreitet.

Ein Gesetz gegen Deepfakes, begründet mit einem Fall, der keine Deepfakes enthält.

Die US-Sanktionen
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Im Jahr 2025 wurde HateAid-Gründerin Anna-Lena von Hodenberg von der Trump-Administration sanktioniert — wegen „egregious acts of extraterritorial censorship." Eine Organisation, die von den USA als Zensur-Akteur eingestuft wird, schreibt in Deutschland Gesetze.

Das Netzwerk
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Die Kette zusammengefasst:

George Soros (OSF) → 300.000€ → Campact → 33,32% Gesellschafter → HateAid → Gesetzentwurf → SPD-Justizministerin Hubig → Gesetz

Parallel: Alexander Soros trifft SPD-Chef Klingbeil bei der Münchner Sicherheitskonferenz 2023. Klingbeil ist seit Mai 2025 Vizekanzler und Finanzminister.

Das sind keine Verschwörungstheorien. Das sind öffentliche Quellen: OSF-Grants-Seite, Lobbyregister, OLG Hamburg, EU-Parlamentsanfragen, Instagram-Posts.

Die Frage ist nicht, ob diese Verbindungen existieren. Die Frage ist, warum sie in den Medien, die über das Deepfake-Gesetz berichten, nicht vorkommen.


Quellen:

  1. Open Society Foundations: Grants an Campact / HateAid
  2. Campact: Transparenzbericht — OSF-Großspende bestätigt
  3. OLG Hamburg: Campact 33,32% Gesellschafter von HateAid
  4. NachDenkSeiten: HateAid — 2,2 Mio€ aus dem Familienministerium
  5. Apollo News: HateAid lieferte Vorlage für Gesetzentwurf
  6. Berliner Zeitung: Wie HateAid mit Medien und Ministerien zusammenarbeitet
  7. Tichys Einblick: Der Fernandes-HateAid-Hubig-Komplex
  8. Tichys Einblick: Der kurze Weg von der gefühlten Gewalt zur echten Zensur
  9. EU-Parlament: Anfrage E-001842/2024 — Causa Campact
  10. Multipolar: Rechtliche Einschätzungen zu Campact-Spenden
  11. elizaonsteroids.org: Täterparadies Deutschland — Der Fall Fernandes
  12. elizaonsteroids.org: Der rote Faden: Klingbeil, Soros und die Epstein-Akten

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