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Shadowban für einen Link ins Lobbyregister

Heute früh postete ich auf X einen Hinweis auf das öffentliche Lobbyregister des Bundestags.

Der Inhalt: HateAid reichte am 6. Februar 2026 einen vierseitigen Gesetzentwurf beim Bundesjustizministerium ein — dokumentiert, öffentlich einsehbar, keine Interpretation. Wenige Wochen später, am 19. März, kündigte Justizministerin Hubig exakt dieses Gesetz im Spiegel an — begleitend zur Fernandes-Titelgeschichte.

Kein Schimpfwort. Keine Beleidigung. Keine Falschbehauptung. Eine Primärquelle.

Das Ergebnis
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X hat meinen Account mit einem Label versehen: “platform manipulation”. Die Reichweite wird eingeschränkt, der Account aus Empfehlungen, Trends und Antwort-Benachrichtigungen ausgeschlossen.

30 Minuten nach dem Post kam das Label. Der Algorithmus hat entschieden: Lobbyregister-Links sind verdächtig.

Was das zeigt
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Vage Meinungen fliegen durch. Belegte Fakten werden geflaggt. Je präziser der Inhalt, desto höher das Risiko — nicht weil er falsch ist, sondern weil er unbequem ist.

HateAid lobbyiert für genau die Gesetze die Plattformen wie X zur Einschränkung von Inhalten zwingen sollen. Ein Link der das dokumentiert triggert den Algorithmus automatisch.

Das ist kein Versehen. Das ist das System das funktioniert wie geplant.

Was bleibt
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elizaonsteroids.org hat keinen Algorithmus der dazwischenfunkt. Keine NGO die Gesetzentwürfe schreibt um unbequeme Stimmen leiser zu machen. Keine unsichtbaren Wände.

Nur Texte. Quellen. Und die Frage: Wer schreibt eigentlich die Regeln?


Quelle: Lobbyregister des Deutschen Bundestags — HateAid, Eintrag vom 06.02.2026

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