Die Frage “Wurde es jemals sauber geprüft?” lässt sich auch historisch beantworten. Drei Fälle zeigen, was passiert wenn die Antwort “nein” ist.
Der Cutter-Incident 1955 #
April 1955. Die USA bejubeln den ersten Polio-Impfstoff. Massenimpfkampagne, nationale Euphorie.
Innerhalb weniger Tage kommen die ersten Meldungen: Kinder, die die Impfung erhalten haben, erkranken an Polio. Nicht trotz der Impfung — durch sie.
Das Cutter-Labor hatte einen fehlerhaften Inaktivierungsprozess: 120.000 Dosen enthielten aktives Poliovirus. Das Ergebnis:
- 40.000 Kinder erkrankten an Polio
- 164 schwer gelähmt
- 10 Todesfälle [1]
Das Pikante: Die FDA hatte den Impfstoff zugelassen. Die Qualitätskontrollen hatten versagt. Niemand wurde strafrechtlich verfolgt.
Das Muster: Mangelhafter Herstellungsprozess → Zulassung → Post-Market-Katastrophe → keine strukturellen Konsequenzen.
SV40 — das Affenvirus in der Polio-Impfung #
Wenige Jahre nach Cutter, ab 1955, werden Polio-Impfstoffe in Affen-Nierenzellen hergestellt. 1960 Entdeckung: Diese Zellen enthalten Simian Virus 40 (SV40) — ein Affenvirus, das in Tiermodellen Tumoren erzeugt.
Zwischen 1955 und 1963 hatten bis zu 30% der US-Polio-Impfstoffe lebende SV40-Viren [2]. Millionen Menschen wurden exponiert.
Eine epidemiologische Studie (PubMed, 1999) findet in der exponierten Kohorte:
- Ependymome: +37%
- Osteosarkome: +26%
- Andere Knochentumoren: +34%
- Mesotheliome: +90% [3]
Die offizielle Position: Kein erhöhtes Krebsrisiko nachgewiesen. Die Studie mit den +90%: existiert, ist publiziert, wird in der offiziellen Kommunikation nicht erwähnt.
Das Muster: Kontamination entdeckt → Jahrzehnte Schweigen → Krebsdaten → offizielle Entwarnung → Gegenstudien zeigen Erhöhungen → keine Schlussfolgerungen.
Das ist, für alle die es wiedererkennen: Das gleiche Muster wie bei der aktuellen Diskussion um DNA-Verunreinigungen in Comirnaty.
Schweinegrippe 1976 — mehr Tote durch Impfung als durch die Grippe #
Fort Dix, New Jersey, 1976: Ein Soldat stirbt an einer neuen Schweingrippe-Variante. Die US-Regierung fürchtet eine Pandemie wie 1918 und startet die größte Massenimpfkampagne der amerikanischen Geschichte.
45 Millionen Menschen werden geimpft. Die Grippe-Pandemie kommt nicht.
Was kommt: Guillain-Barré-Syndrom — eine Lähmungserkrankung. Die CDC dokumentiert 1.098 GBS-Fälle nach der Impfung [4]. Die Kampagne wird abgebrochen.
Der eigentliche Ausbruch: 1 Todesfall durch die Schweinegrippe. Die Impfkampagne: mehrere Dutzend Todesfälle durch GBS, hunderte dauerhaft geschädigt.
Die CDC gibt heute zu: “Approximately one additional case of GBS for every 100,000 people who got the swine flu vaccine.” [5]
Das Muster: Politisch motivierte Massenimpfung → Post-Market-Erkennung des Schadens → späte Anerkennung → keine strukturellen Konsequenzen.
Was diese drei Fälle gemeinsam haben #
- Post-Market-Entdeckung — die Schäden wurden nicht in der Zulassungsstudie gesehen, sondern erst nachher
- Behördliche Billigung — alle drei Impfstoffe waren regulär zugelassen
- Verzögerte Anerkennung — in allen drei Fällen dauerte es Jahre bis Jahrzehnte
- Keine strukturellen Konsequenzen — die Zulassungsstandards blieben im Wesentlichen unverändert
Der aktuelle Fall: DNA-Kontaminationen in Comirnaty wurden nicht in der Zulassungsstudie gefunden, sondern durch unabhängige Forscher nach der Markteinführung. Das ist kein Ausreißer. Das ist das historisch etablierte Muster.
Quellen:
- [1] PMC (2006): The Cutter Incident — pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC1383764
- [2] Nature/Oncogene (2004): SV40 contamination of polio vaccine — nature.com
- [3] PubMed (1999): Cancer risk associated with SV40 contaminated polio vaccine — pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10472327
- [4] PubMed (1979): GBS following vaccination in the NIIP — pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/463869
- [5] Smithsonian Magazine: The Long Shadow of the 1976 Swine Flu Vaccine — smithsonianmag.com