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Bayers Geständnis: "95% hätten es abgelehnt"

Am 24. Oktober 2021 stand Stefan Oelrich auf der Bühne des World Health Summit in Berlin. Vorstand der Bayer AG, Leiter der Pharmasparte. Direkt vor ihm: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen [1].

Was Oelrich sagte, ist eine der ehrlichsten Aussagen, die je ein Pharmavorstand zur Akzeptanz von mRNA-Produkten gemacht hat. Wörtlich:

“Ultimately, the mRNA vaccines are an example for that cell and gene therapy. I always like to say, if we had surveyed two years ago in the public — ‘would you be willing to take a gene or cell therapy and inject it into your body?’ — we probably would have had a 95 percent refusal rate.” [2]

Auf Deutsch: mRNA-Impfungen sind ein Beispiel für Zell- und Gentherapie. Hätten wir die Bevölkerung vor zwei Jahren gefragt, ob sie sich eine Gen- oder Zelltherapie spritzen lassen würde — die Ablehnung wäre wahrscheinlich bei 95% gelegen.


Was Oelrich genau gesagt hat
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Der Auftritt fand bei der Eröffnungsveranstaltung statt. Im offiziellen WHS-Mitschnitt liegt die Stelle bei rund 1:29:03 [1]. Oelrich sprach im Panel über Innovation in der Pharmaindustrie und nannte mRNA als Paradebeispiel für die Beschleunigung, die Gen- und Zelltherapien jetzt erfahren würden.

Sein Satz war kein Versprecher. Er war eine wohlplatzierte Beobachtung über die Wahrnehmungsverschiebung: Was vor der Pandemie als Gentherapie gegolten hätte, wurde ab 2020 als “Impfstoff” eingeführt — und akzeptiert.

Oelrich schloss seinen Punkt mit den Worten, die Pandemie habe vielen Menschen die Augen für Innovation auf eine Weise geöffnet, die vorher “vielleicht nicht möglich” gewesen sei [1].


Die Reaktionen: Faktenchecker im Widerspruch zur Konzern-PR
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Nach Verbreitung des Mitschnitts in alternativen Medien sprangen die deutschen und internationalen “Faktencheck”-Plattformen an. FactCheck.org und Lead Stories argumentierten 2022, Oelrich sei “aus dem Kontext gerissen” worden — er habe nicht behauptet, dass mRNA Gentherapie sei [3] [4].

Das ist eine bemerkenswerte Position, denn Bayer selbst stellte in einer offiziellen Antwort an Faktenchecker klar: mRNA sei “keine Gentherapie im allgemeinen Verständnis” [3]. Damit widerspricht Bayer seinem eigenen Vorstand.

Pharmazeutisch und regulatorisch ist die Frage längst beantwortet:

  • Die EU-Verordnung 1394/2007 definiert Advanced Therapy Medicinal Products (ATMPs), zu denen Gentherapeutika gehören.
  • mRNA-Wirkstoffe wurden formal als “biologische Arzneimittel” und nicht als Gentherapeutika zugelassen — eine regulatorische Kategorisierung, keine wissenschaftliche.
  • Funktionell schleust mRNA eine genetische Information in körpereigene Zellen, die dann ein fremdes Protein produzieren. Das entspricht der wissenschaftlichen Definition von Gentherapie nach FDA-Glossar [5].

Der Faktencheck-Konsens war also keine wissenschaftliche Klarstellung, sondern eine semantische Verteidigung der Zulassungskategorie.


Warum diese Aussage 2026 wichtig bleibt
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Drei Punkte machen Oelrichs Geständnis dauerhaft relevant:

1. Die Akzeptanz-Frage ist entschieden — durch Druck. Oelrich räumt ein, was die Risikokommunikation der Pandemiephase verschleiert hat: Eine ehrlich kommunizierte Gen- oder Zelltherapie hätte keine Akzeptanzschwelle erreicht. Die Einwilligung der Bevölkerung war nicht “informed consent”, sondern Krisen-Compliance.

2. Die Konzernlogik wird offengelegt. Oelrich sprach nicht im Hinterzimmer mit Lobbyisten, sondern auf der größten globalen Gesundheitsbühne, vor Spahn, Tedros, von der Leyen. Niemand widersprach. Es war Konsens.

3. Die “Faktenchecks” diskreditieren sich selbst. Wenn FactCheck.org behauptet, der Bayer-Vorstand habe etwas anderes gemeint als das, was der Bayer-Vorstand wörtlich gesagt hat, ist das keine Faktenprüfung mehr. Es ist Meinungspflege.


Was 2026 zu tun bleibt
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Die Enquete-Kommission des Bundestages zur Aufarbeitung der Corona-Politik [6] sollte Oelrichs Aussage als Pflichtdokument behandeln. Konkret:

  • Anhörung von Stefan Oelrich als Sachverständiger
  • Anforderung der internen Risikobewertungen von BioNTech, Moderna und Pfizer zur Akzeptanz-Prognose vor Marktstart
  • Untersuchung, welche Bundesbehörden vorab Kenntnis von der Klassifikations-Frage hatten

Wenn ein Pharma-Vorstand öffentlich zugibt, dass die Bevölkerung das Produkt unter normalen Umständen abgelehnt hätte, ist das nicht mehr “Verschwörungstheorie”. Es ist Selbstauskunft.

Und Selbstauskunft eines Konzerns über seine eigenen Kunden ist die belastbarste Quelle, die man bekommen kann.


Quellen
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  1. World Health Summit 2021, Berlin, 24.–26. Oktober 2021. Opening Ceremony Video, ab ca. 1:29:03 — https://www.worldhealthsummit.org/
  2. Originalzitat Stefan Oelrich, dokumentiert u.a. bei The Epoch Times — https://m.theepochtimes.com/health/bayer-executive-says-mrna-vaccines-are-gene-therapy-4318429
  3. FactCheck.org: “Website Peddles Old, Debunked Falsehood About COVID-19 mRNA Vaccines”, Juni 2022 — https://www.factcheck.org/2022/06/scicheck-website-peddles-old-debunked-falsehood-about-covid-19-mrna-vaccines/
  4. Lead Stories: “Bayer Top Exec Did NOT Admit COVID-19 Vaccine Is Gene Therapy”, Juni 2022 — https://leadstories.com/hoax-alert/2022/06/fact-check-bayer-exec-did-not-admit-covid-19-vaccine-is-gene-therapy.html
  5. FDA: Cellular & Gene Therapy Products, Glossar — https://www.fda.gov/vaccines-blood-biologics/cellular-gene-therapy-products
  6. Deutscher Bundestag: Enquete-Kommission Aufarbeitung der Corona-Pandemie — https://www.bundestag.de/ausschuesse/weitere_gremien/ee01

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