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Söder erklärt sich: Spritze, Kuhohren und 100.000 Gerettete

Corona-Aufarbeitung - Dieser Artikel ist Teil einer Serie.
Teil : Dieser Artikel

In einem aktuellen Interview erklärt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder seine Sicht auf die Corona-Zeit. Zwei Minuten, die es in sich haben — nicht wegen dem, was er sagt. Sondern wegen dem, was er weglässt.

Was Söder sagt
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“Du bist zum Arzt gekommen und in der Schule, die haben dir eine Spritze reingedonnert, ohne jede Empathie, das war ganz normal.”

Er spricht über die Kinderimpfungen seiner Jugend. Polio, Masern — alles unaufgeregt, niemand hat gefragt. Und dann kamen die Corona-Kritiker und haben plötzlich “wissenschaftliche Prozesse hinterfragt.” Das sei für ihn “gar nicht verständlich” gewesen.

“Alte Flugblätter gegen die Pocken-Impfpflicht sind komplett identisch mit den Vorwürfen in der Corona-Zeit. Der einzige Unterschied: Man hat damals behauptet, man kriegt noch Kuhohren.”

Und der Höhepunkt:

“Durch unser frühes Eingreifen haben wir bestimmt fast 100.000 Leuten das Leben gerettet.”

Keine Reue. Kein Wort über Fehler. Stattdessen: “Dafür muss man sich nicht schämen.”

Was Söder verschweigt
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Die “Spritze” war keine Polio-Impfung
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Der rhetorische Trick ist durchsichtig: Söder stellt die mRNA-Injektion — eine Notfallzulassung ohne abgeschlossene Karzinogenitätsstudien — auf eine Stufe mit jahrzehntelang erprobten Kinderimpfungen.

Der Unterschied:

Das weiß Söder. Er wählt den Vergleich trotzdem — weil er funktioniert. Wer widerspricht, stellt sich neben die “Kuhohren”-Bauern.

“Kuhohren” vs. DNA-Kontamination
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Die Pocken-Parallele ist Söders Meisterstück der Verharmlosung. Er zeichnet ein Bild: Dumme Menschen, irrationale Ängste, damals wie heute.

Was er “Kuhohren” nennt, sind 2026:

  • DNA-Verunreinigungen in Comirnaty — nachgewiesen durch McKernan et al. und bestätigt durch Dr. Helmut Sterz, Ex-Cheftoxikologe von Pfizer Europa
  • Plazenta-Passage des Fremdgens — publiziert durch eine deutsche Forschungsgruppe
  • Persistenz der Fremd-mRNA bis zu Jahren nach der Injektion
  • Ein BGH-Urteil das Hersteller zur Informationsherausgabe verpflichtet

Das sind keine Flugblätter. Das sind Peer-Reviewed-Studien und Gerichtsurteile.

“100.000 Leben gerettet” — Die Söder-Zahl
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Söder selbst sagt es: Eine “Schätzung” des bayerischen Landesamts für Gesundheit. Im Konjunktiv: “wenn wir was anders gemacht hätten, was gekommen wäre.”

Ein hypothetisches Modell. Keine gemessenen Daten. Kein Vergleich mit Bundesländern die lockerer waren — denn der Vergleich würde zeigen, dass Bayern trotz härtester Maßnahmen keine signifikant besseren Outcomes hatte als liberalere Länder.

Was die Daten zeigen:

  • Die altersbereinigte Sterblichkeit stieg 2021 und 2022 — als der Impfstoff verfügbar war
  • Die Übersterblichkeit in Bayern war vergleichbar mit Bundesländern ohne bayerische Verschärfungen
  • Die RKI-Files zeigen: Intern wusste man, dass die Maßnahmen kaum evidenzbasiert waren

100.000 ist keine Zahl. Es ist eine Behauptung.

Was in zwei Minuten fehlt
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Kein Wort über:

  • Die Enquete-Kommission im Bundestag und was dort ans Licht kommt
  • Die RKI-Files und die interne Dokumentation der Entscheidungsprozesse
  • Impfgeschädigte — Menschen die durch die von ihm beworbene Impfung krank wurden
  • Das BGH-Urteil vom 9. März 2026 — ein Meilenstein für die Aufarbeitung
  • Den BioNTech-Gründer-Abgang — ein Zufall im Timing?
  • Die 2G/2G+ Regeln in Bayern, die Ungeimpfte aus dem öffentlichen Leben ausschlossen

Stattdessen: “Dafür muss man sich nicht schämen.”

Was bleibt
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Markus Söder hat in zwei Minuten demonstriert, warum Aufarbeitung in Deutschland so schwer ist. Nicht weil die Fakten fehlen — die sind da. Sondern weil die Verantwortlichen eine Geschichte erzählen, in der sie die Helden sind.

Spritze = normal. Kritiker = Kuhohren. 100.000 gerettet. Nächstes Thema.

Die Realität: Ein Ministerpräsident der 2G+ durchdrückte, Ungeimpfte aus dem öffentlichen Leben verbannte, und sich jetzt hinstellt und sagt, er verstehe gar nicht, wie man “wissenschaftliche Prozesse hinterfragen” könne.

Wissenschaft hinterfragen IST der wissenschaftliche Prozess, Herr Söder. Das haben Sie in zwei Minuten widerlegt — nur nicht so, wie Sie es meinten.


Quellen:

Corona-Aufarbeitung - Dieser Artikel ist Teil einer Serie.
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