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Die Pandemie der Nicht-Infektiösen – Warum der Ct-Wert die größte Lüge war

Meinungsbeitrag

Die Enquete-Kommission läuft, der BGH kippt Impfschaden-Urteile, der Telegraph berichtet über Vaccine Injuries – aber eine Frage stellt niemand: Wie viele der “Corona-Positiven” waren überhaupt infektiös?

Die Antwort steht seit 2020 in peer-reviewten Studien: Bei Ct-Wert 35 = 0% kultivierbar [1]. Das RKI selbst zog die Schwelle bei Ct >30 [2]. Aber viele Labore fuhren PCR-Tests bis Ct=40 und höher [3].

Das bedeutet: Ein Großteil der “Positiven” war nicht infektiös – aber trotzdem in Quarantäne, auf Intensivstation, in Lockdown-Statistiken.

Noch brisanter: Harvard-Epidemiologen sagten 2020 dasselbe [4][5]. Das Charité-Assay produzierte positive Resultate auf reines Wasser [6]. Und die RKI-Protokolle belegen: Politik überstimmte Wissenschaft – intern dokumentiert [7][8][9].

Warum verschweigen beide Seiten (Mainstream UND Aufarbeiter) diese Kern-Lüge?

Drosten-PCR ohne Patienten-Isolat – die Geburt des Tests
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Am 23. Januar 2020 publizierte Christian Drosten das PCR-Protokoll in Eurosurveillance24 Stunden nach Einreichung [10]. Peer-Review dauert normalerweise Wochen bis Monate. Hier: ein Tag.

Die Timeline:

  • 21.01.2020: Eingereicht
  • 22.01.2020: Akzeptiert
  • 23.01.2020: Online

Interessenkonflikt: Drosten und Co-Autor Chantal Reusken waren selbst Mitglieder des Eurosurveillance Editorial Boards [11]. Struktureller Conflict of Interest.

Basis des Tests: Nicht ein deutsches Patienten-Isolat, sondern eine GenBank-Sequenz aus China [10]. Das Virus war zu diesem Zeitpunkt in Deutschland noch nicht nachgewiesen.

Corman-Drosten Review (Borger et al., November 2020): Ein internationales Konsortium von Wissenschaftlern identifizierte 10 schwerwiegende methodische Fehler [6]:

  • Primer-Design zu unspezifisch (detektiert auch andere Coronaviren)
  • Keine Negativkontrollen
  • Keine standardisierte Ct-Wert-Schwelle
  • Killer-Befund: Das Charité-Assay produziert positive Resultate auf reine Wasser-Kontrollen bei Ct 36–38 [6]

Bei einem Test, der bis Ct=40 und höher gefahren wurde, heißt das: Jeder Lauf nahe der Cutoff-Grenze ist forensisch wertlos.

Retraction-Forderung – bis heute ignoriert. Eurosurveillance bat um “weitere Experten-Meinungen” (Retraction Watch, Dezember 2020) [11] – aber das Paper steht bis heute.

Ct-Wert-Manipulation – die Kern-Lüge
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Was ist der Ct-Wert?

  • PCR vervielfältigt Genmaterial in Zyklen (Cycles)
  • Je höher der Ct-Wert, desto weniger Ausgangsmaterial war vorhanden
  • Ct >30 = Virus-RNA in winzigen Mengen, oft nicht mehr infektiös

Die Wissenschaft war eindeutig
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Jaafar et al. 2020 (Clinical Infectious Diseases, peer-reviewed) [1]:

  • Bei Ct=25: ~70% der Proben kultivierbar (infektiös)
  • Bei Ct=30: nur noch 20% kultivierbar
  • Bei Ct≈35: 0% kultivierbar (kein infektiöses Virus nachweisbar)

RKI-Position (Entlasskriterien, März 2020) [2]:

  • “Bei Ct-Werten >30 ist von einem Verlust der Anzüchtbarkeit auszugehen”
  • Das RKI wusste also: Ab Ct >30 = nicht mehr infektiös

Aber: Viele Labore fuhren PCR-Tests bis Ct=40 und höher [3]. Die WHO warnte (Januar 2021): “Bei niedriger Prävalenz steigt das Falsch-Positiv-Risiko, hohe Ct-Werte sorgfältig im Kontext interpretieren” [12] – aber keine konkrete Ct-Schwelle.

Mainstream-Wissenschaftler sagten dasselbe
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Es war kein Geheimnis. Harvard-Epidemiologe Michael Mina forderte im New England Journal of Medicine (NEJM) 2020 öffentlich Antigen-Tests statt PCR-Massentestung, weil PCR “virale Trümmer” Wochen nach Genesung als “positiv” wertet [5].

Tom & Mina (Clinical Infectious Diseases, 2020) [4]:

“Bei hohen Ct-Werten werden nur ‘virale Trümmer’ detektiert, nicht infektiöses Virus. PCR ist zu sensitiv für Public-Health-Zwecke.”

Harvard, NEJM, selbes Journal wie Jaafar. Wenn ein Harvard-Epidemiologe 2020 in NEJM dasselbe schreibt wie Jaafar, ist “Ct >30 = nicht infektiös” kein Querdenker-Argument, sondern Konsens-im-Mainstream-übersehen.

Konsequenz:

  • Ein Großteil der “Positiven” (Ct >30) war nicht infektiös
  • Aber: Quarantäne, Kontaktverfolgung, Lockdown-Statistiken basierten auf allen Positiven (auch Ct=40)

Drosten 2014 vs. 2020 – Methoden-Inkonsistenz
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2014 (MERS-Ausbruch, Saudi-Arabien): Drosten warnte in der Wirtschaftswoche [13][14]:

“In Jidda wurde PCR-Massentestung gemacht – plötzlich waren Bauarbeiter und Zimmermädchen positiv, die kaum Symptome hatten. Die WHO-Falldefinition (Pneumonie beidseitig) wurde umgangen – die Inzidenz schoss hoch.”

Drosten sah 2014 PCR-Massentestung als Inzidenz-Artefakt-Risiko.

2020 (SARS-CoV-2): Drosten entwickelte den PCR-Test, der weltweit zur Massentestung eingesetzt wurde – ohne Ct-Wert-Standardisierung.

Methoden-Inkonsistenz: Dieselbe Person, die 2014 vor PCR-Massentestung warnte, entwickelte 2020 den Test, der genau das ermöglichte.

Vorbehalt: Correctiv und dpa-Faktencheck argumentieren, MERS ≠ SARS-CoV-2 (anderer Tropismus, andere Letalität) [15]. Aber: Die methodische Kritik (PCR-Massentestung ohne Symptom-Kontext) gilt unabhängig vom Virus.

RKI-Protokolle-Leak: Politik überstimmte Wissenschaft
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Im März 2024 klagte Journalist Paul Schreyer (Multipolar) RKI-Krisenstab-Protokolle frei – mit über 1.000 Schwärzungen [7]. Im Juli 2024 veröffentlichte Aya Velazquez die ungeschwärzten Protokolle [8].

RKI bestätigte die Authentizität, beanstandete nur die Übergabe [9]. FragDenStaat meldete eine Datenpanne [16].

Drei zitierfähige Funde aus dem Leak
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1. Inzidenz-Grenzwert intern als “unsinnig” / “fachlich abgelehnt”

Frühjahr 2020: Das RKI lehnte intern Inzidenz-Grenzwerte als wissenschaftliche Steuergröße ab – sie wurden trotzdem zur politischen Steuergröße [7][8].

2. Spahn/Braun forderten vom RKI wissenschaftliche Begründungen für politisch bereits festgelegte Schwellenwerte

Die Reihenfolge war umgekehrt: Politik entschied zuerst, RKI sollte nachträglich liefern [7][8].

3. 25.02.2022: Lauterbach lehnte Risiko-Herabstufung ab

RKI wollte die Risikoeinstufung von “sehr hoch” auf “hoch” reduzieren. BMG (Lauterbach) lehnte ab [7][8].

Lauterbach behauptete im März 2024 öffentlich: “Es gab keine politischen Direktiven.”

Das Protokoll widerlegt das wörtlich.

Fazit: Die Frage, die niemand stellt
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Eine bedeutsame Zahl der Meldepositiven trug zum Pandemie-Geschehen nicht bei. Das war intern bekannt:

  • RKI wusste: Ct >30 = nicht infektiös
  • Harvard-Epidemiologen forderten öffentlich: Antigen-Tests statt PCR
  • Charité-Assay war positiv auf Wasser
  • RKI-Protokolle belegen: Inzidenz war politische Vorgabe, nicht Wissenschaft

Die Aufarbeitung muss bei der Frage anfangen: Wer entschied politisch, dieses Wissen zu ignorieren?

Solange “Pandemie” als Prämisse akzeptiert wird, bleibt die Aufarbeitung Kosmetik.

Quellen
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[1] Jaafar et al., “Correlation Between 3790 Quantitative Polymerase Chain Reaction–Positives Samples and Positive Cell Cultures”, Clinical Infectious Diseases, 2020. https://academic.oup.com/cid/article/72/11/e921/5912603

[2] RKI, “Entlasskriterien aus der Isolierung”, März 2020. https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/6867/20_0316_Entlasskriterien_A3_V11.pdf

[3] RKI, “Hinweise zur Testung von Patienten auf SARS-CoV-2”. https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/C/COVID-19/Diagnostik-Hinweise.html

[4] Tom & Mina, “To Interpret the SARS-CoV-2 Test, Consider the Cycle Threshold Value”, Clinical Infectious Diseases, 2020. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7314112/

[5] Mina, “Rethinking Covid-19 Test Sensitivity — A Strategy for Containment”, NEJM, 2020. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32997903/

[6] Borger et al., “External peer review of the RTPCR test to detect SARS-CoV-2 reveals 10 major scientific flaws”, November 2020. https://zenodo.org/records/4433503

[7] Multipolar, “RKI-Protokolle freigeklagt”, 20.03.2024. https://multipolar-magazin.de/artikel/rki-protokolle-2

[8] Wikipedia, “Protokolle des RKI-Krisenstabs”. https://de.wikipedia.org/wiki/Protokolle_des_RKI-Krisenstabs

[9] RKI, “Stellungnahme zu den Protokollen des COVID-19-Krisenstabs”. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/C/COVID-19-Pandemie/Stellungnahme_Protokolle.html

[10] Corman et al., “Detection of 2019 novel coronavirus (2019-nCoV) by real-time RT-PCR”, Eurosurveillance, 23.01.2020. https://www.eurosurveillance.org/content/10.2807/1560-7917.ES.2020.25.3.2000045

[11] Retraction Watch, “Public health journal seeking further expert advice on January paper about COVID-19 PCR testing”, 07.12.2020. https://retractionwatch.com/2020/12/07/public-health-journal-seeking-further-expert-advice-on-january-paper-about-covid-19-pcr-testing-by-high-profile-virologist/

[12] WHO, “Information Notice for IVD Users 2020/05”, 20.01.2021. https://www.who.int/news/item/20-01-2021-who-information-notice-for-ivd-users-2020-05

[13] Drosten, “Der Körper wird ständig von Viren angegriffen”, Wirtschaftswoche, 16.05.2014. https://www.wiwo.de/technologie/forschung/virologe-drosten-im-gespraech-2014-der-koerper-wirdstaendig-von-viren-angegriffen/9903228.html

[14] Drosten, “Die WHO kann nur Empfehlungen aussprechen”, Wirtschaftswoche, 16.05.2014. https://www.wiwo.de/technologie/forschung/virologe-drosten-im-gespraech-2014-die-who-kann-nur-empfehlungen-aussprechen/9903228-2.html

[15] Correctiv, “Nein, Christian Drosten hat 2014 nicht gesagt, dass er PCR-Tests für untauglich halte”, 23.11.2020. https://correctiv.org/faktencheck/2020/11/23/nein-christian-drosten-hat-2014-nicht-gesagt-dass-er-pcr-tests-fuer-untauglich-halte/

[16] FragDenStaat, “Meldung einer Datenpanne: RKI-Leak vom 23.07.2024”. https://fragdenstaat.de/en/request/meldung-einer-datenpanne-rki-leak-vom-23-07-2024/

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