Hinweis zur Methodik. Dieser Text stützt sich auf primäre Bundestags-Drucksachen, eigene Webseiten der genannten Stiftungen, die Correctiv-Gremienseite und das Programm der BfV-Wissenschaftskonferenz 2023. Wo Beträge oder Funktionen nur sekundärbelegt sind, ist das gekennzeichnet. Es geht nicht darum, Correctiv die Existenzberechtigung abzusprechen — es geht darum zu zeigen, was Correctiv bei der Selbstdarstellung als „unabhängige" Recherche-Plattform systematisch nicht zeigt.
Correctiv ist kein Wachhund. Correctiv ist ein Knoten in einem Geflecht aus Bundeszuwendungen, parteinaher Aufsicht, NGO-Kooperationen, Plattform-Verträgen mit Meta und einer Karriere-Drehtür, die zuletzt direkt in den Wahlkampfstab von Bündnis 90/Die Grünen führte. Die Bundesregierung selbst verteidigt die umstrittene „Geheimplan"-Recherche aktiv gegen sieben eidesstattliche Versicherungen — und verweigert die Antwort auf die Frage, was der Verfassungsschutz vor dem 25. November 2023 wusste, unter ausdrücklicher Berufung auf das Staatswohl.
Dieser Text setzt die Bausteine zusammen.
1. Die Geld-Säulen — 1,2 Mio € Bundesförderung 2014–2023 #
Auf eine schriftliche Frage des AfD-Abgeordneten Leif-Erik Holm antwortete der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Dr. Florian Toncar, am 25. Januar 2024 mit einer vollständigen Aufstellung der Bundeszuwendungen an Correctiv seit 2014 [1]. Das Ergebnis:
| Einzelplan | Ressort | Zeitraum | Projekt | Betrag |
|---|---|---|---|---|
| 04 | Beauftragte für Kultur und Medien (BKM) | 2022–2023 | „Lokaljournalismus qualifizieren, Demokratie stärken" | 199.000 € |
| 05 | Auswärtiges Amt | 2019, 2020 | „Salon Türkiye" (2× 44.000 €) | 88.000 € |
| 06 | Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) | 2014–2018, 2020, 2021 | Workshops, Bürgerakademie, „Lügenpresse-Vorwürfe", Journalismus macht Schule, Honorare, Räume, Publikationen | 373.000 € |
| 17 | Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) | 2023 | „Demokratie leben!" — Schulungstutorials TikTok | 61.000 € |
| 17 | BMFSFJ via Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) | 2021–2023 | Jugendredaktion Greifswald + Salon5 (142.000 + 98.000) | 240.000 € |
| 30 | Bundesbildungsministerium (BMBF) | 2022–2023 | noFake — KI-gestütztes Assistenzsystem für Crowdsourcing-Faktencheck | 266.000 € |
| Summe | 1.227.000 € |
Toncar fügt einen entscheidenden Disclaimer hinzu: „Es ist darauf hinzuweisen, dass trotz größtmöglicher Sorgfalt wegen der Kürze der für die Beantwortung zur Verfügung stehenden Zeit Unsicherheiten bzw. Unschärfen sowie Lücken beim Ergebnis der Ressortabfrage nicht ausgeschlossen werden können" [1]. Die Summe ist also eine Untergrenze, kein vollständiger Stand.
In einer späteren Antwort vom 5. August 2024 (Drucksache 20/12475 [2]) wird ergänzt, dass Correctiv aus dem BKM-Programm „Schutz und strukturelle Förderung der journalistischen Arbeit" 198.500 € (kleine Differenz zum Toncar-Betrag) erhielt — derselbe Posten in zwei Drucksachen verschieden beziffert. Im selben Programm: JX Fund 4.195.275 €, dpa 321.000 + 240.536 €, ECPMF 300.000 €, Netzwerk Recherche 200.000 + 209.371 €, Universität Hamburg 208.338,75 €, Articlett 309.640 €.
Bemerkenswert: Die Bundesregierung räumt explizit ein — Correctiv erhielt keine Mittel aus der Zweckbestimmung „Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus" [2]. Die Förderung läuft formal sauber unter „strukturelle Förderung der journalistischen Arbeit". Was inhaltlich finanziert wird, bleibt der Förderlogik entzogen.
Private Großspender (primär bestätigt) #
- Brost-Stiftung: 675.000 € Initialförderung 2014. Correctiv selbst auf der Finanzen-Seite: „Ohne die Initialförderung durch die Brost-Stiftung wäre der Aufbau von CORRECTIV nicht möglich gewesen" [3]. Bodo Hombach, Ex-WAZ-Geschäftsführer und Ex-Brost-Stiftungsvorstand, war 2014–2016 Vorsitzender des Correctiv-Ethikrats — und trat wegen „ernstem Interessenkonflikt" zurück.
- Schöpflin-Stiftung: 300.000 € pro Jahr seit 2015 (Schöpflin-Stiftungsseite [4]). Mitfinanzierer des Schwesterprojekts Correctiv.Lokal seit 2018.
- Luminate Group (Pierre Omidyar): $749.500 (2018) + $1.000.000 (2020), beides „General Funding Grants" (Luminate-Website [5]). Laut Sekundärquellen rund 10 % des Correctiv-Budgets in 2020 und 2021. Luminate + Omidyar Network kombiniert über sechs Jahre: rund 2,8 Mio € (Sekundärquellen, Primärbeleg pro Einzelposition pending).
- Open Society Foundations (Soros): 50.000 USD (2020, COVID-Desinformation, 7 Monate) + 82.933 USD (2021, „diversify donor base", 10 Monate) — beides direkt aus der OSF-Datenbank [6]. Frühere OSF-Grants 2016–2018 in Sekundärquellen mit ca. 100.000–159.000 €/Jahr beziffert, aber nicht mehr in der öffentlichen Datenbank.
- Adessium Foundation: Förderung seit 2015 (Adessium-Website [7]); Beträge nicht öffentlich.
- Demokratie-Stiftung Campact: bis zu 500.000 € über vier Jahre ab September 2025 (Correctiv-Pressemitteilung [8]). Das ist neu im Bild: Campact ist im selben Eliza-Blog bereits als zentraler Knoten der Demonstrations-Infrastruktur dokumentiert (siehe HateAid-Campact-Pipeline). Hier kommt erstmals eine direkte Finanzierungsbeziehung zwischen Demonstrations-Logistik und Recherche-Plattform dazu — keine bloße strukturelle Nähe.
Plattform-Honorare #
- Meta Third-Party Fact-Checking-Programm seit 2017. Correctiv erhält von Meta eine Vergütung für Faktenchecks auf Facebook, Instagram, Threads. Höhe nicht öffentlich [9]. Die deutsche/europäische Kooperation lief bis Ende 2025; Meta hatte das US-Programm im Januar 2025 eingestellt.
- TikTok-Bildungskooperation 2023/2024 über Correctivs Reporterfabrik, kein Faktencheck-Vertrag, keine Vergütung öffentlich.
- GADMO (German-Austrian Digital Media Observatory) als EU-finanziertes Faktencheck-Hub: Correctiv ist Gründungspartner [10]. EU-Beträge nicht öffentlich pro Partner ausgewiesen.
Zwischenfazit zur Geld-Säule: Auf der Eigenangabe-Seite präsentiert sich Correctiv als spendengetragene gemeinnützige Recherche-Plattform. Tatsächlich speist sich die Finanzierung aus mindestens vier strukturell unterschiedlichen Quellen: Bundeszuwendungen (>1,2 Mio €), Großstiftungen mit klarer politisch-aktivistischer Ausrichtung (Luminate/Omidyar, OSF/Soros, Campact-Demokratie-Stiftung), traditionellen Medien-Stiftungen (Brost, Schöpflin, Augstein) und Plattform-Honoraren von Meta. Eine spendenbasierte „Bürger"-Finanzierung ist davon der kleinste Teil.
2. Die Aufsicht — wer im Aufsichtsrat sitzt #
Die Correctiv-Gremienseite [11] führt drei aktuelle Aufsichts-Strukturen: Aufsichtsrat (drei Personen), Kuratorium (fünf Personen) und Ethikrat („derzeit neu aufgestellt"). Drei Personen sitzen in beiden Gremien.
Lukas Beckmann — Aufsichtsratsvorsitzender und Kuratoriumsmitglied #
Lukas Beckmann hat einen klar parteipolitischen Hintergrund: Von 1991 bis 2010 — also 19 Jahre — war er Fraktionsgeschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag. Davor, bis 1991, war er Gründungsgeschäftsführer der Heinrich-Böll-Stiftung in Köln (der parteinahen Stiftung der Grünen). Von März 2011 bis März 2017 war er Vorstand der GLS Treuhand e.V. und der GLS Bank Stiftung. Aktuell ist er ehrenamtlich u.a. in der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg tätig (Wikipedia [12], Correctiv-Gremien [11]).
Der oberste Kontrolleur einer „unabhängigen" Recherche-Plattform ist also ein zwei Jahrzehnte gedienter Berufspolitiker einer einzigen Partei und der institutionelle Begründer der zentralen parteinahen Stiftung dieser Partei.
Dagmar Hovestädt — Kuratoriumsvorsitzende, Aufsichtsrats-Stellvertreterin #
Hovestädt ist Mitgründerin von netzwerk recherche e.V. [11] — exakt dem Verein, der 2024 Correctiv den „Leuchtturm-Preis für besondere journalistische Leistung" verlieh. Eine Person an der Spitze sowohl des Preis-Empfängers als auch des Preis-Verleihers ist nicht „kein Konflikt" — es ist die Definition von Konflikt.
Vor dem Wechsel in die Beratung war Hovestädt 2011–2021 Sprecherin des Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen (eine staatliche Behörde im Geschäftsbereich des BMI) — eine biografische Linie, die zu der staatlichen Förderung und den Regierungstreffen erstaunlich gut passt.
Maria Scharlau — Kuratoriumsmitglied #
Scharlau leitet seit 2021 Presse und Kommunikation der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF), einer der aktivsten strategischen Klägerinnen im deutschen Grundrechtsbereich, mit politisch klar links-progressivem Profil [11]. Davor zehn Jahre Inlandspolitik bei Amnesty International. Eine NGO-Karriere, im Kuratorium einer Recherche-Plattform — nicht per se ein Skandal, aber ein weiterer Baustein.
Andrew Murphy — Aufsichtsrat-Stellvertreter #
Murphy leitet die Murphy & Spitz Nachhaltige Vermögensverwaltung in Bonn und ist Vorstand der Murphy & Spitz Green Capital AG (Erneuerbare Energien). Politisch ist Murphys Profil weniger eindeutig — aber ESG/„Nachhaltigkeit" als Investment-Schwerpunkt schließt zur Beckmann/Hovestädt/Scharlau-Linie auf.
David Schraven — Gründer, Publisher #
Schraven ist gleichzeitig Vorstandsvorsitzender des Forum Gemeinnütziger Journalismus e.V., eines Dachverbands, den Correctiv mitgegründet hat. Im Forum-Beirat sitzt mit Christian Humborg ein ehemaliger kaufmännischer Geschäftsführer von Correctiv (und Ex-Geschäftsführer Transparency International Deutschland). Der Gründer einer Plattform und der Dachverband, der diese Plattform politisch repräsentiert, werden also von derselben Person geleitet.
Zwischenfazit Aufsicht: Drei der fünf Kuratoriumsmitglieder haben ein klar grün-progressives bzw. NGO-aktivistisches Profil. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist 19 Jahre Grünen-Berufspolitiker. Der Gründer leitet den Dachverband, der die eigene Organisation repräsentiert. Eine plurale, parteienübergreifende Aufsicht existiert nicht.
3. Die Karriere-Drehtür #
Jeannette Gusko — Co-Geschäftsführerin → Grünen-Wahlkampf #
Im September 2022 wurde Jeannette Gusko Co-Geschäftsführerin von Correctiv. Am 13. November 2024 — keine zehn Monate nach der „Geheimplan"-Veröffentlichung — gab Correctiv bekannt: Gusko verlässt die Co-Geschäftsführung „mit sofortiger Wirkung", um „den bevorstehenden Bundestagswahlkampf der Partei Bündnis 90/Die Grünen mitzugestalten" [13]. Die genaue Funktion bei den Grünen wurde in der Mitteilung nicht spezifiziert; nach Berliner Zeitung [14] geht es um eine Position im Wahlkampfstab des Spitzenkandidaten Robert Habeck.
Eine Co-Geschäftsführerin der Recherche-Plattform, deren bekannteste Recherche eine politisch unmittelbar als Anti-AfD-Mobilisierungs-Treibstoff genutzte Veröffentlichung war, wechselt direkt in den Wahlkampfstab der Partei, die von dieser Mobilisierung am stärksten profitierte. Eine ähnliche personelle Kontinuität bei einer ARD-Anstalt würde Beschwerden vor den Rundfunkgremien auslösen.
Christian Humborg — Transparency International → Correctiv → Forum-Beirat #
Humborg war 2007–2014 Geschäftsführer von Transparency International Deutschland, danach 2014–November 2016 kaufmännischer Geschäftsführer von Correctiv, anschließend von 2017 bis heute (Stand der Gremienseite leicht veraltet) Kuratoriumsmitglied. Parallel ist er Beiratsmitglied von Transparency Deutschland und im Beirat des Forum Gemeinnütziger Journalismus, das Schraven leitet.
David Schraven — Doppelfunktion #
Wie oben (Sektion 2): Gründer/Publisher Correctiv + Vorstandsvorsitzender Forum Gemeinnütziger Journalismus + ehemaliger Schatzmeister von netzwerk recherche e.V. (2007–September 2014, also bis kurz vor Correctiv-Gründung).
Zwischenfazit Karriere: Die personellen Knoten zwischen Correctiv, dem Forum Gemeinnütziger Journalismus, netzwerk recherche, Transparency International und der Grünen-Parteipolitik sind dicht und teilweise zirkulär. Die Drehtür zwischen Recherche-Plattform und Parteipolitik wurde 2024 mit dem Gusko-Wechsel öffentlich sichtbar.
4. Der staatliche Schulterschluss #
BMI-Treffen 2. Juni 2020 #
Aus der Drucksache 20/10316 [15] und sekundär aus der Berliner Zeitung: Am 2. Juni 2020 nahm Correctiv-Geschäftsführer David Schraven an einem Treffen im Bundesinnenministerium teil — neben Vertretern von YouTube und Facebook, dem damaligen Regierungssprecher und Vertretern aus mehreren Ministerien. Thema: „Bekämpfung von Desinformation im Kontext von Corona". Schraven wird in der Drucksache mit dem Satz zitiert, eingeladen werden komme „grundsätzlich immer mal wieder vor". Dass private Recherche-Plattformen mit Plattform-Konzernen und Bundesministerien gemeinsam an „Desinformations-Bekämpfung" arbeiten, ist genau die strukturelle Verflechtung, die ein unabhängiger Wachhund vermeiden würde.
BfV-Wissenschaftskonferenz „Meinungsbildung 2.0" — 6. September 2023 #
Das Bundesamt für Verfassungsschutz veranstaltete am 5. und 6. September 2023 in Berlin seine 2. Wissenschaftskonferenz unter dem Titel „Meinungsbildung 2.0 — Strategien im Ringen um Deutungshoheit im digitalen Zeitalter" [16]. BfV-Präsident Thomas Haldenwang hielt die Eröffnungsrede; Vizepräsidentin Silke Willems verabschiedete die Konferenz.
Im Programm-PDF, Panel 8 am 6. September: „Nachhaltiges Prebunking durch Debunking: wie CORRECTIV mit Peer Production Desinformation bekämpft" — Caroline Lindekamp, CORRECTIV und Technische Universität Dortmund [17].
Das ist 80 Tage vor dem Potsdamer Treffen vom 25. November 2023. Eine Correctiv-Mitarbeiterin trägt auf einer wissenschaftlichen Konferenz des Inlandsgeheimdienstes vor, wie ihre Plattform „Desinformation bekämpft". Eine institutionelle Kooperation zwischen einer privaten Recherche-Plattform und dem Inlandsgeheimdienst ist für eine Demokratie kein neutraler Vorgang.
noFake — BMBF-Verbundprojekt #
Aus Drucksache 20/12475 [2]: Correctiv ist Partner im BMBF-finanzierten Verbundprojekt noFake, dessen Ziel die Entwicklung eines „KI-unterstützten Assistenzsystems für die Crowdsourcing-basierte Erkennung von über digitale Plattformen verbreiteter Desinformation" ist. Förderbetrag aus Einzelplan 30 (BMBF) für 2022–2023: 266.000 € (Anteil Correctiv).
Eine staatlich geförderte Faktencheck-KI mit einer staatlich teilfinanzierten Recherche-Plattform als Konsortialpartner ist die strukturelle Übersetzung von „öffentlich-privater Partnerschaft" in den Bereich Meinungsbildung. Wer dabei mitspielen darf, entscheidet das Ministerium.
Jury-Verflechtung BKM-Förderung #
Die Drucksache 20/12475 listet die Jury für die BKM-Förderlinie „Schutz und strukturelle Förderung der journalistischen Arbeit" [2]. Mitglied: Hatice Kahraman, Redaktionsleiterin Salon5 (Correctiv-Jugendprojekt). Die Drucksache enthält den Standard-Hinweis zur Befangenheit (§ 7.2 der Fördergrundsätze: keine Beratung und Entscheidung in projektbezogener Eigensache), aber strukturell ist die Vertretung im Förder-Gremium ein weiterer Knoten.
Greenpeace als Mitveröffentlicher der „Geheimplan"-Recherche #
Im Blog bislang nicht ausreichend gewürdigt: Die Potsdamer-Recherche war eine Co-Veröffentlichung von Correctiv und Greenpeace. In der Drucksache 20/10316 [15] wird das von der Bundesregierung selbst so referenziert: „über das Correctiv in Zusammenarbeit mit Greenpeace am 10. Januar 2024 unter dem Titel ‚Geheimplan gegen Deutschland’ berichtete". Greenpeace.de unterhält eine eigene Seite „Updates und Reaktionen zur Geheimplan-Recherche" und beschreibt eigene investigative Vorrecherche, die Lieferung von Fotos und Dokumenten an Correctiv.
Greenpeace ist klar aktivistische NGO mit dezidiert politischer Agenda, keine Recherche-Plattform. Die Mitveröffentlichung mit einer NGO ist eine fundamentale Statusfrage: Eine Recherche, die unter Mitarbeit einer politischen Aktivisten-Organisation entsteht und veröffentlicht wird, ist im Selbstverständnis nicht mehr unabhängige Recherche, sondern Kampagnenjournalismus mit Recherche-Anteil.
5. Die Verweigerung des Staatswohls #
Die zentrale Drucksache zum Komplex ist 20/13179 vom 25. September 2024 [18] — die Antwort der Bundesregierung auf die Große AfD-Anfrage 20/11469 zu „Kenntnissen der Bundesregierung und ihr nachgeordneter Behörden über das vorgebliche Geheimtreffen von Potsdam".
Frage 1: Was wusste das BfV vor dem 25. November 2023? #
Wortlaut der Frage: „Welche Kenntnisse besaßen die Bundesregierung und ihr nachgeordnete Behörden, wie unter anderem das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), über das vorgebliche ‚Geheimtreffen von Potsdam’ vom 25. November 2023 bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des ‚Berichts’ des Rechercheunternehmens CORRECTIV?"
Die Antwort der Bundesregierung im Wortlaut:
„Nach sorgfältiger Abwägung ist die Bundesregierung zu der Auffassung gelangt, dass eine Beantwortung der Frage nach ihren Kenntnissen zu der Veranstaltung am 25. November 2023 in Potsdam/Brandenburg aufgrund entgegenstehender überwiegender Belange des Staatswohls nicht erfolgen kann. Die Beantwortung könnte Rückschlüsse auf den Erkenntnisstand des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) und die nachrichtendienstlichen Methodiken und Arbeitsweisen zulassen."
„Eine Beantwortung scheidet auch unter Verschlusssachen-(VS)-Einstufung, die in der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages einsehbar wäre, aus. Die Frage betrifft eine bestimmte Veranstaltung mit einem bestimmbaren Teilnehmerkreis sowie einen bestimmbaren Kreis an Personen, die vorab Kenntnis hiervon gehabt haben."
„Würde die Frage beantwortet werden, wäre zu befürchten, dass die rechtsextremistische Szene daraus Rückschlüsse auf den Erkenntnisstand des BfV ziehen und ihre weitere Vorgehensweise gezielt danach ausrichten sowie entsprechende Abwehrstrategien entwickeln könnte."
Das ist die schärfste mögliche Verweigerungsform — nicht einmal in der Geheimschutzstelle des Bundestages dürfen die Abgeordneten erfahren, was das BfV vorab wusste. Die Begründung enthält ein implizites Eingeständnis: Sie unterstellt, dass es einen „bestimmbaren Kreis an Personen" gab, „die vorab Kenntnis hiervon gehabt haben". Die Frage wäre nur dann zu beantworten unbedenklich, wenn dieser Kreis leer wäre.
Fragen 4–7: Aufnahmen, Protokolle, Greenpeace-Beteiligung #
Die Fragen 4 bis 7 in 20/11469 fragten nach Ton-, Bild- oder Videoaufnahmen vom Treffen, nach Protokollen, nach Greenpeace-Beteiligung an der Observation und nach BfV-Kenntnissen davon. Die Antwort ist erneut eine Globalverweigerung:
„Eine weitergehende Beantwortung kann nach sorgfältiger Abwägung aufgrund entgegenstehender überwiegender Belange des Staatswohls nicht erfolgen, auch nicht in eingestufter Form. Es wird auf die Antwort zu Frage 1 verwiesen."
Mit dem üblichen Disclaimer: „Mit dieser Verweigerung aus grundsätzlichen Erwägungen wird keine Aussage darüber getroffen, ob die in den Fragestellungen zum Ausdruck kommenden Vermutungen zutreffend oder unzutreffend sind." Eine Verweigerung, die ausdrücklich offenlässt, ob die Vermutungen zutreffen, ist juristisch sauber — politisch ist sie das Gegenteil einer klaren Verneinung.
Fragen 8, 9, 11: V-Leute und ausländische Geheimdienste #
Die AfD fragt direkt: Waren V-Leute des BfV oder eines Landesamts beim Treffen? Hat die Bundesregierung Informationen ausländischer Geheimdienste über das Treffen? Standen V-Leute auf der Einladungsliste?
Erneut Globalverweigerung Staatswohl, dieselbe Begründung wie Frage 1. Zusätzlich Verweis auf die Third-Party-Rule für ausländische Nachrichtendienste — was ebenfalls nur dann relevant ist, wenn überhaupt ein Austausch stattgefunden hat.
Was die BReg sagt — und nicht sagt #
In den Antworten, die nicht verweigert sind, steht ein bemerkenswerter Satz aus der Vorbemerkung der Bundesregierung [18]: „Laut Berichterstattung in den Medien widersprechen die in der Vorbemerkung der Fragesteller genannten sieben eidesstattlichen Versicherungen nicht den Darstellungen des Recherchenetzwerks CORRECTIV zum Treffen in Potsdam."
Das ist eine politische Bewertung — die Bundesregierung positioniert sich aktiv pro-Correctiv gegen sieben eidesstattliche Versicherungen von Treffen-Teilnehmern. Eine BReg, die in Förderfragen formal Distanz wahrt („Wir bewerten journalistische Inhalte nicht"), bewertet sie also doch — wenn es darauf ankommt.
Plus die Frage 3-Antwort: „Es liegen Informationen vor, die den Teilnehmerkreis des Treffens in Potsdam/Brandenburg am 25. November 2023 bestätigen. Die wesentlichen Inhalte des Treffens reihen sich in die bisherige Erkenntnislage der Bundesregierung zu ähnlich gelagerten Treffen ein."
Übersetzung: Das BfV hatte hinterher Informationen, die den Teilnehmerkreis „bestätigen" — was logisch nur möglich ist, wenn das BfV einen Soll-Stand zum Vergleich hatte. Was war der Soll-Stand vor dem Treffen? Die Antwort darauf ist die verweigerte Frage 1.
6. Die politische Rückendeckung — Scholz und Faeser stehen zu „Geheimkonferenz" #
Scholz wiederholt Behauptungen, die Correctiv selbst nie aufgestellt hat #
Aus Drucksache 20/11930 vom 3. Juli 2024 [19]: Bundeskanzler Olaf Scholz sprach am 13. März 2024 in einer Regierungsbefragung im Bundestag (Plenarprotokoll 20/156, S. 19995) — und zuvor in einer Grußbotschaft zum Ramadan vom 10. März 2024 — von „Berichten über rassistische Deportationspläne Rechtsextremer" mit Bezug auf die Correctiv-Berichterstattung.
Das Problem: Correctiv hatte zu diesem Zeitpunkt bereits in einem Verfahren vor dem Landgericht Hamburg verlautbaren lassen, dass es die Behauptung, die Treffen-Teilnehmer hätten Deportationspläne diskutiert, nie aufgestellt habe. Der Rechtsvertreter von Correctiv erklärte, diese Behauptung könne gar nicht Gegenstand der Gerichtsverhandlung sein, weil Correctiv sie nie getätigt habe: „Demnach ist in diesem Verfahren nicht umstritten, dass auf dem Treffen unter den Teilnehmern im Rahmen der Diskussion nicht weiter erörtert wurde, welche Möglichkeiten bestehen, aktuell deutsche Staatsbürger mit deutschem Pass unmittelbar auf Grundlage rassistischer Kriterien auszuweisen."
Scholz wiederholte trotzdem öffentlich vor dem Bundestag eine Behauptung, die Correctiv selbst zurückgewiesen hatte. Die AfD-Fragesteller ordnen das (im Anschluss an die Typologie der Hans-Bredow-Forscherin Judith Möller) als „bewusste Falschinformation" ein. Die Bewertung kann man teilen oder nicht — die Tatsache der Wiederholung ist dokumentiert.
Faeser steht zu „rassistischen Deportationsfantasien" #
Aus Drucksache 20/12677 vom 30. August 2024 [20], Holm-Schriftliche-Frage 26: Holm fragte, ob Bundeskanzler Scholz und Bundesinnenministerin Faeser trotz der mittlerweile dokumentierten Kritik an der Recherche (Übermedien, FAZ, Cicero — alle namentlich genannt) an Aussagen wie „Geheimkonferenz", „teuflischer Plan", „abstoßende Umsiedlungspläne" und „rassistische Deportationsfantasien" festhalten.
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter vom 27. August 2024:
„Die Aussagen des Bundeskanzlers und der Bundesministerin Faeser stehen für sich."
Das ist die juristisch knappste Form, um zu sagen: Wir distanzieren uns von nichts. Die Bundesregierung hält an einer Bewertung fest, die — gemessen am juristischen Stand 2026, drei Berliner Untersagungen und der Hamburger „Lüge"-Wertung als zulässig (siehe Teil 1 dieser Reihe) — nicht mehr haltbar ist.
7. Das Gesamtbild — Strukturanalyse #
Was hier zusammenkommt, ist nicht ein einzelner Skandal. Es ist ein strukturelles Bild:
Die finanzielle Säule: Correctiv erhält in zehn Jahren rund 1,2 Mio € direkt aus dem Bundeshaushalt — verteilt über sechs Einzelpläne (BKM, AA, BPB, BMFSFJ, DSEE, BMBF). Hinzu kommen private Großspender mit klar progressiv-aktivistischer Agenda (Luminate/Omidyar, OSF/Soros, Campact-Stiftung), traditionelle Medien-Stiftungen (Brost, Schöpflin, Augstein, Adessium) und Plattform-Honorare von Meta. Eine Bürger-Spendenfinanzierung im Sinne der Selbstdarstellung ist davon der kleinste Teil.
Die personelle Säule: Der Aufsichtsratsvorsitzende ist 19-jähriger Grünen-Berufspolitiker und Heinrich-Böll-Stiftung-Gründer. Die Kuratoriumsvorsitzende führt den Verein, der ihrer Plattform Preise verleiht. Die Co-Geschäftsführerin wechselt 2024 direkt in den Wahlkampfstab der Grünen. Der Gründer leitet den Dachverband, der seine Plattform politisch repräsentiert.
Die operative Säule: Correctiv arbeitet für Meta als bezahlter Faktenchecker, sitzt im EU-finanzierten GADMO-Hub, ist Konsortialpartner im BMBF-finanzierten KI-Faktencheck-Projekt noFake, hält Vorträge auf Wissenschaftskonferenzen des Inlandsgeheimdienstes und kooperiert mit Greenpeace bei investigativen Recherchen mit politisch unmittelbarer Mobilisierungswirkung.
Die politische Säule: Die Bundesregierung verteidigt die Correctiv-„Geheimplan"-Recherche aktiv gegen sieben eidesstattliche Versicherungen, hält an der Faeser-„Deportationsfantasien"-Bewertung explizit fest, lässt Bundeskanzler Scholz Behauptungen wiederholen, die Correctiv selbst zurückgezogen hat, und verweigert die Antwort zu BfV-Vorwissen / V-Leuten / Greenpeace-Beteiligung unter der schärfsten möglichen Begründung — dem Staatswohl.
Was in Summe entsteht, ist nicht der unabhängige investigative Wachhund, als den sich Correctiv präsentiert. Es ist eine öffentlich-aktivistische Faktencheck-Infrastruktur, in der staatliche Förderung, parteinahe Aufsicht, NGO-Kooperation, Plattform-Verträge und Geheimdienst-Schnittstellen zu einem Knoten verschmelzen. Die einzelnen Bausteine sind jeweils legal und teils sogar transparent dokumentiert. Die Summe ist es nicht.
8. Was das ändert — und was nicht #
Es ändert nichts daran, dass Correctiv journalistische Arbeit leistet, dass ein Treffen am 25. November 2023 in Potsdam stattgefunden hat und dass es Anti-Rechts-Demonstrationen mit Millionen Teilnehmern gab. Es ändert nichts daran, dass viele der hier genannten Förderungen rechtmäßig sind und dass Personen wie Lukas Beckmann das verfassungsrechtlich verbriefte Recht haben, auch nach 19 Jahren Bundestagsfraktion noch Aufsichtsmandate zu übernehmen.
Was es ändert: Die Selbstpräsentation von Correctiv als „unabhängige" Recherche-Plattform ist dem Strukturbild nicht angemessen. Wer eine 1,2-Mio-Euro-Bundesförderung hat, dessen Aufsicht parteilich-grün dominiert ist, dessen Co-Geschäftsführer in Wahlkampfstäbe wechseln, und der mit dem Inlandsgeheimdienst auf gemeinsamen Konferenzen über „Prebunking" referiert, ist nicht der unabhängige Wachhund — er ist Teil eines politisch positionierten Faktencheck-Apparats.
Wer Correctiv-Recherchen liest, sollte das wissen. Nicht um sie pauschal zu verwerfen — sondern um sie einordnen zu können. Eine Recherche, die in einem so strukturell positionierten Umfeld entsteht, kann richtig sein. Sie muss aber denselben Prüfungsmaßstäben standhalten wie jede andere Recherche aus einem klar positionierten Akteur. Nicht mehr, nicht weniger.
Die Bundesregierung selbst hat am 25. September 2024 mit ihrer Verweigerungsantwort signalisiert: Hier ist mehr im Hintergrund, als öffentlich verhandelbar ist. Wer das ernst nimmt, behandelt die Correctiv-„Geheimplan"-Recherche nicht als unabhängigen Beleg, sondern als das, was sie strukturell auch ist — den Output eines Apparats, der Teil des Gegenstands ist, über den er berichtet.
Quellen #
[1] Bundestags-Drucksache 20/10170 (26.01.2024): Schriftliche Fragen, Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Florian Toncar vom 25.01.2024 auf Schriftliche Frage 25 des Abgeordneten Leif-Erik Holm. dserver.bundestag.de/btd/20/101/2010170.pdf
[2] Bundestags-Drucksache 20/12475 (05.08.2024): Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Renner u. a. (AfD) — Drucksache 20/12299 — „Staatliche Mitfinanzierung von CORRECTIV und anderen privaten Medienbetrieben". dserver.bundestag.de/btd/20/124/2012475.pdf
[3] Correctiv: Finanzen — Eigendarstellung. correctiv.org/ueber-uns/finanzen
[4] Schöpflin Stiftung: Funding Partner — Correctiv (Stand 2026). schoepflin-stiftung.de/en/funding-partner/detail/correctiv
[5] Luminate Group: Investee — Correctiv. luminategroup.com/investee/correctiv — Grant-Beträge $749.500 (2018) und $1.000.000 (2020) aus Luminate-Pressemitteilungen, sekundär bestätigt.
[6] Open Society Foundations: Grants Database, Filter „Correctiv". opensocietyfoundations.org/grants/past?filter_keyword=Correctiv
[7] Adessium Foundation: Förderung Correctiv seit 2015 (Stiftungsangabe). adessium.org
[8] Correctiv (01.09.2025): „CORRECTIV erhält Förderung von der Demokratie-Stiftung Campact" — bis 500.000 € über vier Jahre. correctiv.org/in-eigener-sache/2025/09/01/correctiv-erhaelt-foerderung-von-der-demokratie-stiftung-campact
[9] Correctiv (08.01.2025): „CORRECTIV-Stellungnahme zu Metas Entscheidung". correctiv.org/in-eigener-sache/2025/01/08/correctiv-stellungnahme-zu-metas-entscheidung-die-zusammenarbeit-mit-faktencheck-redaktionen-zu-beenden
[10] GADMO — German-Austrian Digital Media Observatory: About. gadmo.eu/en/about-us/gadmo-at-a-glance
[11] Correctiv: Gremien — Aufsichtsrat, Kuratorium, Ethikrat. correctiv.org/ueber-uns/gremien
[12] Wikipedia: Lukas Beckmann. de.wikipedia.org/wiki/Lukas_Beckmann
[13] Correctiv (13.11.2024): „Neue Aufgabe für Co-Geschäftsführerin von CORRECTIV". correctiv.org/in-eigener-sache/2024/11/13/neue-aufgabe-fuer-co-geschaeftsfuehrerin-von-correctiv
[14] Berliner Zeitung (13.11.2024): „CORRECTIV-Führungskraft macht jetzt Wahlkampf für die Grünen". berliner-zeitung.de/…/2271661
[15] Bundestags-Drucksache 20/10316 (13.02.2024): Kleine Anfrage des Abgeordneten Jan Wenzel Schmidt und der Fraktion der AfD — „Mögliche Kontakte der Bundesregierung zu Correctiv". dserver.bundestag.de/btd/20/103/2010316.pdf
[16] Bundesamt für Verfassungsschutz: Pressemitteilung zur 2. Wissenschaftskonferenz „Meinungsbildung 2.0" am 5./6. September 2023. verfassungsschutz.de/pressemitteilung-2023-5-wissenschaftskonferenz
[17] BfV-Wissenschaftskonferenz 2023: Programmübersicht (Konferenzprogramm-PDF) — Panel 8, 6. September 2023, „Nachhaltiges Prebunking durch Debunking: wie CORRECTIV mit Peer Production Desinformation bekämpft", Vortrag Caroline Lindekamp (Correctiv und TU Dortmund).
[18] Bundestags-Drucksache 20/13179 (25.09.2024): Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage Renner u. a. (AfD) — Drucksache 20/11469 — „Kenntnisse der Bundesregierung und ihr nachgeordneter Behörden über das vorgebliche Geheimtreffen von Potsdam sowie über eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmensverbund CORRECTIV". dserver.bundestag.de/btd/20/131/2013179.pdf
[19] Bundestags-Drucksache 20/11930 (03.07.2024): Kleine Anfrage Renner u. a. (AfD) zu Desinformation aus dem Inland für das Inland — referenziert Plenarprotokoll 20/156, S. 19995. dserver.bundestag.de/btd/20/119/2011930.pdf
[20] Bundestags-Drucksache 20/12677 (30.08.2024): Schriftliche Fragen, Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter vom 27.08.2024 auf Schriftliche Frage 26 des Abgeordneten Leif-Erik Holm. dserver.bundestag.de/btd/20/126/2012677.pdf
Weiterlesen — die Correctiv-Reihe auf elizaonsteroids.org #
- Teil 1: Drei Sätze, zwei Gerichte, keine Rechtskraft: Was die Correctiv-Urteile wirklich sagen
- Teil 2: Der Reporter, die Preise, das Geld: Was hinter der Correctiv-Recherche steht
- Teil 3: Acht Tage im Januar: Wie aus den Bauernprotesten der „Geheimplan" wurde
- Teil 4 (dieser Artikel): Geld, Gremien, Geheimnisse — die Strukturanalyse
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Teil 4 der Reihe Medienkritik. Stand der Recherche: 23. April 2026. Alle primären Drucksachen sind oben verlinkt; die Verifizierung der Quellen ist nachvollziehbar.